Ein Verkehrsgarten ist eine Übungsanlage für Kinder: kleine Straßen mit Kreuzungen, Verkehrszeichen und Gehwegen, aber ohne echten Autoverkehr. Kinder lernen dort mit Fahrrad, Roller, Laufrad oder Kettcar, wie Vorfahrt, Abbiegen und Handzeichen funktionieren. Oft heißt die Anlage auch Jugendverkehrsschule oder Verkehrsschule.
Wofür gibt es Verkehrsgärten?
Die meisten Verkehrsgärten gehören zur Radfahrausbildung der Grundschule. Die Kultusministerkonferenz nennt Schulwegtraining und Radfahrausbildung als Schwerpunkt der Klassen 1 bis 4. Die Verkehrswacht beschreibt Jugendverkehrsschulen, stationär oder mobil, als „Schonräume“: Dort trainieren Kinder Fahrtechnik und Verkehrsverhalten, bevor sie im echten Straßenverkehr üben. Die Polizei ist an der praktischen Ausbildung beteiligt.
Wie die Ausbildung genau abläuft, regelt jedes Bundesland selbst. Mehr dazu im Ratgeber Radfahrausbildung in der 4. Klasse.
Darf jeder in den Verkehrsgarten?
Das ist die wichtigste Frage, und die Antwort ist je nach Anlage verschieden:
- Freies Fahren: Der Garten ist zu festen Zeiten für alle Kinder offen.
- Nach Anmeldung: Gruppen, Kitas oder Familien melden sich vorher an.
- Nur für Schulklassen: Die Anlage dient nur der Radfahrausbildung. Privat kommt man nicht hinein.
Jede Verkehrsgarten-Seite hier zeigt den Zugang ganz oben. Wie sich die Anlagen in unseren Daten auf diese Gruppen verteilen, steht unten im Abschnitt „Verkehrsgärten in unseren Daten“.
Was gibt es in einem Verkehrsgarten?
Das hängt vom Betreiber ab. Häufig genannt werden:
- ein Straßennetz mit Kreuzungen und Verkehrsschildern, bei einigen auch mit Ampeln
- Ausleihe von Fahrrädern, Rollern, Kettcars oder Helmen
- Ferienprogramme, Rollerkurse für Kitas, Pedelec-Kurse für Erwachsene
- auf einzelnen Anlagen Kindergeburtstage
Manche Anlagen sind Kinder-Verkehrsparks mit Elektro-Kleinautos. Dort fahren Kinder ab einem bestimmten Alter oder einer bestimmten Größe selbst, oft gegen Gebühr und mit „Kinderführerschein“. Diese Parks zeigt die Seite Kinder-Verkehrsparks.
Was kostet ein Verkehrsgarten?
Die meisten öffentlichen Verkehrsgärten, die etwas zu den Kosten sagen, sind laut Betreiber kostenlos. Kinder-Verkehrsparks mit Elektroautos nehmen dagegen Eintritt, oft je Fahrt. Wir nennen Preise nur, wenn der Betreiber sie angibt.
Wer betreibt Verkehrsgärten?
In unseren Daten sind es am häufigsten die Polizei, Verkehrswachten sowie Städte, Gemeinden und Bezirksämter, seltener Vereine oder private Freizeitanlagen. Der Betreiber steht auf jeder Seite, dazu die Quelle, aus der die Angaben stammen.
Wo finde ich einen Verkehrsgarten?
Die Übersicht der Verkehrsgärten zeigt alle Anlagen auf der Karte und nach Bundesland. Schnell zum Ziel führen:
Für Jugendliche, die mit Auto oder Motorrad üben wollen, ist der Verkehrsübungsplatz das Richtige. Den Unterschied erklärt Verkehrsgarten oder Verkehrsübungsplatz?.