Fahrsicherheitstraining: Kosten, BG-Zuschuss, Anbieter

2 Min. Lesezeit · Zuletzt geprüft am · 6 Quellen

Ein Fahrsicherheitstraining ist etwas anderes als freies Üben auf dem Verkehrsübungsplatz. Du fährst mit Führerschein, in einer Gruppe und mit Trainer. Ihr übt Situationen, die im Alltag selten vorkommen, aber gefährlich sind. Der ADAC nennt etwa Vollbremsungen, Ausweichmanöver und das Abfangen eines instabilen Fahrzeugs.

Was kostet ein Fahrsicherheitstraining?

Die Preise legt jeder Anbieter selbst fest. Ein Beispiel sind die ADAC Fahrsicherheitszentren Hessen-Thüringen, Preise je Person inklusive Mehrwertsteuer, Stand 1.11.2024:

Pkw-Training Preis
Kompakt-Training 159 €
Winter-Training 159 €
Training für Seniorinnen und Senioren 159 €
Young Drivers only 189 €
Intensiv-Training 209 €
Intensiv-Training für E-Autos 219 €
Wohnwagen-/Anhänger-Training 219 €
Perfektions-Training 269 €

Andere Zentren und Anbieter haben andere Preise. Frag vorher nach, ob es Rabatte gibt, zum Beispiel für Mitglieder eines Automobilclubs.

Wie bekomme ich den BG-Zuschuss?

Berufsgenossenschaften fördern Sicherheitstrainings für Beschäftigte ihrer Mitgliedsbetriebe. Den Antrag stellt der Arbeitgeber, nicht du selbst, und zwar vor dem Training. Gefördert werden Trainings nach den Standards des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Zwei Beispiele:

  • BGHW (Handel und Warenlogistik): bis zu 120 Euro je Person, einmal in fünf Jahren. Den Antrag stellt das Mitgliedsunternehmen mindestens vier Wochen vorher.
  • BG Verkehr: 80 Euro je Person für ein Pkw-Training, 50 Euro für ein Zweirad-Training. Den Antrag stellt das Mitgliedsunternehmen mindestens drei Wochen vorher. Einen Rechtsanspruch gibt es laut BG Verkehr nicht.

Welche Berufsgenossenschaft zuständig ist und was sie zahlt, weiß die Personalabteilung. Die Bedingungen ändern sich, deshalb gilt immer die aktuelle Seite der BG.

Welches Training passt zu mir?

  • Fahranfänger: Der ADAC bietet mit „Young Drivers only“ ein eigenes Training für 17- bis 25-Jährige an.
  • Alltag und Vielfahrer: Basis-, Kompakt- oder Intensiv-Training mit Bremsen, Ausweichen und Kurvenfahren auf verschiedenen Fahrbahnbelägen.
  • Anhänger, Wohnwagen, Wohnmobil: eigene Kurse für das Fahren mit Gespann.
  • Motorrad: eigene Motorrad-Trainings, bei der BG Verkehr als Zweirad-Training gefördert.

Wo finde ich einen Anbieter?

Der DVR führt eine Liste der Anbieter von Sicherheitstrainings nach seinen Standards. Außerdem betreiben Automobilclubs und Verkehrswachten eigene Trainingsplätze. Eine eigene Anbieterliste führen wir nicht, weil wir Kurse und Termine nicht aktuell halten können.

Einige Verkehrsübungsplätze liegen direkt an einem Fahrsicherheitszentrum. Dort kannst du vorher frei üben und das Training am selben Ort buchen. Welche das in unseren Daten sind, steht unten im Abschnitt „Übungsplätze an Fahrsicherheitszentren“.

Übungsplatz oder Training: Was brauche ich?

  • Grundlagen lernen (Anfahren, Schalten, Einparken), auch ohne Führerschein: Verkehrsübungsplatz.
  • Grenzsituationen beherrschen, mit Führerschein: Fahrsicherheitstraining.
  • Anhänger oder Wohnmobil rangieren: geht auf manchen Übungsplätzen auch ohne Kurs, siehe Anhänger und Wohnmobil üben.

Übungsplätze an Fahrsicherheitszentren

9 Verkehrsübungsplätze liegen in unseren Daten an einem Fahrsicherheitszentrum oder wird von dessen Betreiber geführt. Dort kann man frei üben und das Training am selben Ort buchen.

Quelle: Angaben der Betreiber auf ihren Websites, Datenstand 26.09.2026. Alle Angaben und die Platzordnung stehen auf der jeweiligen Seite. Wie wir die Daten erheben

Quellen

Etwas veraltet oder falsch? Schreib uns.

Weitere Ratgeber

Alle Ratgeber

Passende Seiten